Chor

Chormusik. ..geht nie alleine. Das Schöne am Chorgesang ist, das aufeinander Hören, das miteinander Schwingen, die gemeinsame Sphäre, die im besten Fall erreicht und gehalten wird. Bis sie der Applaus vernichtet.

So ist der Aufbau der Welt. „Stirb und werde“, wie Johann Wolfgang von Goethe sagte und damit beschrieb, dass Nichts für immer ist und Alles aus dem Nichts entsteht und entstand.

Selige Sehnsucht (1814)

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.


In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Diese Katharsis, der Nulldurchgang wirkt auf vielen Ebenen. Ob im Pop, im Rock, dem Heavy Metal oder den Klassikern in den globalen Ecken und Winkeln dieser Welt. Die emotionale Intelligenz des Chorgesanges wird deutlich, wenn nach dem Einüben der Stücke eine Art Genius des Komponisten sich auch nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten in die Gemüter der Singenden und Lauschenden lehnt. Bach, Mendelsohn, Grönemeyer, Ozzy Osbourne. Chormusik geht nicht alleine: sie ist Ausdruck harmonischen Miteinanders und damit Erfüllung einer sich achtenden, aufeinander achtenden, sich für Ziele der Gemeinsamkeit zurücknehmenden Menge Mensch, der gleichen Menge Leben in der Natur.

Wie es sich uns in der Biologie, der Physik zeigt, die Kräfte aller Elemente ständig uns beweisen. Musik als universelle Sprache wird in allen Kulturkreisen verehrt und lieb hoch geschätzt. Daran Teil zu haben erfüllt uns mit innigster Freude.

Es geht bei uns aber auch genauso oft verspielt und unterhaltsam zu. Die Geselligkeit kommt nie zu kurz, schliesslich soll uns Musik unterhalten, erfreuen, wie erbauen.

Die Stimmen

Alt. Die reifen, hübschen Frauen, die das gesamte Klangbild der Harmonien und Hintergründe abdecken und dabei die besten Rundungen in den Kompositionen erfüllen.

Der Alt (wie italienisch alto), Mehrzahl die Alte, bezeichnet in der Musik als Stimmgattung oder Stimmlage die tiefere Stimme der Frauen- oder Knabenstimmen („Knabenalt“) oder die sehr hohe Männerstimme, historisch gesehen insbesondere auch Kastraten-Stimmen. Der Stimmumfang beträgt etwa g–e’’ (auch f–f’’). Im Englischen, Französischen und Italienischen bezeichnet Contralto diese Stimmlage, wohingegen im Deutschen besonders tiefe Frauenstimmen auch als Kontra-Alt bezeichnet werden. Eine Sängerin dieser Stimmlage wird „Altistin“ oder einfach „Alt“ genannt. Entsprechende Männerstimmen werden mit „Altist“, „Altus“ oder (nicht ganz korrekt) „Countertenor“ bezeichnet. 

Bass. Gestandene Männer mit Gesangslinien ab den tiefen Baritönen, die den Harmonien dienen und selten Soli singen dürfen.

Als Bass (von lateinisch bassus ‚stark‘, ‚reichlich‘) wird die tiefste Gesangsstimmlage bezeichnet. Ein Sänger dieser Stimmlage wird einfach Bass oder auch Basso genannt. Die Bezeichnung bildete sich mit der beginnenden Mehrstimmigkeit heraus, als man die Stimme, die den Cantus firmus hielt, Tenor nannte. Die zweite Männerstimme bekam als musikalischer Gegenspieler des Tenors zunächst den Namen contratenor, lag aber anfangs ungefähr in der gleichen Lage wie dieser. Später wurde der Tonumfang der Kompositionen erweitert auf ungefähr zwei Oktaven und die Stimmen übereinander geschichtet, die Gegenstimmen wichen nach oben oder unten aus und man unterschied zwischen einer hohen Gegenstimme contratenor altus und einer tiefen Gegenstimme contratenor bassus.

Sopran. Die hohen, mädchenhaften Stimmen tragen oft die Hook, die Hauptmelodie in den verschiedensten Musikstücken bei.

Der Sopran (seit dem 18. Jahrhundert aus italienisch soprano, als ‚Oberstimme‘ im 16. Jahrhundert entstanden) ist die höchste menschliche Stimmlage und wird in der großen Mehrzahl der Fälle von Frauen gesungen. Sie kann aber auch von Jungen vor dem Stimmbruch (Knabensopran) oder von Männern im Falsett gesungen werden. Daneben wurde die Sopranstimme in vergangenen Jahrhunderten auch von Kastraten besetzt. Nur vereinzelt gibt es „natürliche Kastraten“. In der Renaissance und der Barockzeit wurde die Sopranlage im vokalen und instrumentalen Bereich auch als Cantus oder Diskant bezeichnet. Eine Sängerin oder ein Sänger dieser Stimmlage wird Sopranistin oder Sopranist oder einfach Sopran genannt. Der Tonumfang der Sopranstimme reicht normalerweise von c’ bis a’’, bei Berufssängerinnen sind aber viel höhere Töne möglich.

Tenor. Die verspielten Männerstimmen oder späten Jungs bedienen sich der hohen, manchmal verspielten Töne und führen oft die Hauptlinien der Stücke.

Im 15. Jahrhundert entlehnt aus dem Italienischen tenore, von lat. tenorHauptstimme, ursprünglich „Zusammenhang“, abgeleitet von tenere „halten, zusammen halten“. Der Tonumfang der Stimmlage Tenor reicht von c (auch B) bis a′ (auch c″). Das Zentrum der tenoralen Tessitur liegt in den meisten Partien zwischen f und g′, der gesamte Umfang üblicher Partien zwischen c und a′. Seit dem Belcanto gelten die Spitzentöne über dem a′ (das sprichwörtliche „hohe C“) als besonders emotionales Ausdrucksmittel und auch als tenoraler Leistungsausweis. In der alten Musik war der penetrante Klang des tenoralen Spitzentons dagegen nicht erwünscht. Dort sind Noten über dem a′ selten zu finden.

(Quelle: teilw. Wikipedia in 2026)